Augenarztpraxis im Bundesviertel

Lesen bei schlechtem Licht


Ob unter der Bettdecke oder bei Kerzenschein: grundsätzlich kann man sich beim Lesen nicht die Augen verderben. Gleiches gilt übrigens für zu kleine Schrift oder das Lesen an Tablets oder E-Readern.
Allerdings machen sich hier bestehende Fehlsichtigkeit schneller bemerkbar als sonst. Und es kann zu Kopfschmerzen oder Verspannungen kommen.


Möhren verbessern die Sehkraft


Tatsächlich: denn Möhren enthalten Carotinoide, natürliche Farbstoffe, mit denen man degenerativen Veränderungen der Netzhaut vorbeugen kann, beispielsweise einer Makuladegeneration.
Übrigens: wer keine Möhren mag, kann auch zu Spinat, Mais, Aprikosen oder Tomaten greifen, denn auch sie enthalten Carotinoide – ebenso wie Eigelb.


Brillen verschlechtern die Augen


Wenn man einmal eine Brille trägt, dann werden die Augen immer schlechter.
Ein Ammenmärchen, denn es ist eher das Gegenteil der Fall. Das Tragen einer Brille kann eine weitere Verschlechterung der Augen zwar nicht vollständig aufhalten, aber immerhin verlangsamen.
Sofern nicht ausdrücklich anders verordnet sollte die Brille regelmäßig getragen werden.


Sonnenbrand an den Augen


Zugegeben, die Hornhaut ist nicht so empfindlich wie Nase oder Schultern, aber auch hier kann es zu Sonnenbrand kommen. Vor allem, wenn die Augen besonders viel UV-Licht ausgesetzt ist, zum Beispiel beim Skifahren in den Bergen, wo es zusätzlich vom Schnee reflektiert wird. Eine Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz sollte also in keinem Reisegepäck fehlen, weder beim Winterurlaub, noch in den Sommerferien. Durch den direkten Blick in die Sonne, insbesondere durch ein Fernglas oder Kameraobjektiv kann es auch zu einer Verbrennung der Netzhaut kommen. Diese ist im Gegensatz zur Reizung der Hornhaut durch Sonnenlicht („Verblitzung“) nicht heilbar und hinterlässt eine Narbe, die ggf. zur Erblindung des betroffenen Auges führt. Daher darf auch eine Sonnenfinsternis nicht mit bloßem Auge und auch nicht mit einer normalen Sonnenbrille sondern nur mit speziellen nahezu schwarzen Schutzgläsern beobachtet werden.


Training gegen fehlsichtigkeit


Auch wenn es sich viele wünschen würden: altersbedingte Fehlsichtigkeit lässt sich durch Augenübungen nicht verhindern. Denn auch wenn sie sich erst im fortgeschrittenen Alter bemerkbar machen, sind sie ein natürlicher Vorgang und ebenso wenig veränderbar wie die Augenfarbe. Allerdings lässt sich der allgemeine Alterungsprozess durch einen gesunden Lebensstil ein wenig verlangsamen – und damit auch der des Auges.


Schiefe Augen durch Schielen


Entwarnung für alle Kinder: beim künstlichen Schielen können die Augen nicht stehen bleiben. Denn beim spielerischen „Augenverdrehen“ schiebt die Augenmuskulatur das Auge lediglich zur Seite. Damit es stehen bleibt, müssten sich die Muskeln also dauerhaft verkrampfen, was aus medizinischer Sicht unmöglich ist. Auch dann, wenn man während des Schielens von jemandem erschreckt wird.


Schielen verwächst sich


Es stimmt, dass ein kindliches Schielen im Verlauf oft ohne eine Operation aufhört. Allerdings ist die Behandlung der Schielstellung nicht das Hauptziel der intensiven Bemühungen um die kleinen Schielpatienten sondern die Erhaltung und Förde-rung der Sehschärfe des schielenden Auges. Ohne Behandlung würde das schielende Auge das Sehen nicht lernen. Dieser Prozess ist nicht nachholbar. Das Kind würde ohne die richtige Förderung sehbehindert bleiben.


Die Augen sind zu feucht


Gerade feuchte, tränende Augen sind oft ein Hinweis auf eine Befeuchtungsstörung und zusätzlichen Benetzungsbedarf (siehe „Trockenes Auge“). Es können aber auch Entzündungen und Tränenabflussstörungen dahinterstecken.


Verträglichkeit künstlicher Linsen


Künstliche Linsen, welche z.B. bei einer Operation des grauen Stars implantiert werden (Intraocularlinsen) bestehen meist aus Acryl-Kunststoff oder Silikon und sind hervorragend verträglich. Die Materialien reagieren nicht mit dem Körper bzw. Reaktionen sind absolute Raritäten. Das Linsenmaterial hält lebenslang und wird daher auch bei Kindern verwendet.


Brille wegoperieren


Heutzutage gibt es etliche Möglichkeiten, eine Fehlsichtigkeit operativ zu korrigieren. Die Auswahl des richtigen Verfahrens hängt jedoch stark von der Art und Höhe der Fehlsichtigkeit, dem Lebensalter und einigen individuellen Faktoren des Auges ab. Eine Lesebrille ist bzw. wird auf Dauer aber nach fast allen Arten von Eingriffen erforderlich. Jede operative Möglichkeit stellt genau wie die Brille einen Kompromiss dar.


Die Krankenkasse zahlt alles was nötig ist


Die gesetzliche Krankenversicherung erstattet medizinische Leistungen, die notwendig und ausreichend zur Behandlung einer Erkrankung sind. Bei näherer Betrachtung muss man sich vergegenwärtigen, dass „ausreichend“ der Schulnote 4 entspricht und dass Vorsorgemaßnahmen, die auf die Früherkennung und Vermeidung von Erkrankungen abzielen, im Bereich der Augenheilkunde von der gesetzlichen Versicherung als „nicht notwendig“ erachtet werden. Dennoch sind Vorsorgemaßnahmen gegen häufige oder besonders gefährliche und selbst erst spät bemerkbare Erkrankungen wie z.B. das Glaukom sinnvoll und es gibt zahlreiche moderne und effektive Diagnostikverfahren, welche über das Maß des „ausreichenden“ hinausgehen.
Es gehört zu den Aufgaben des verantwortungsvollen Arztes, den Patienten, der sich eine gute oder sehr gute Behandlung wünscht, in die Lage zu versetzen, entscheiden zu können, welche Maßnahmen für sein individuelles Anforderungs- und Risikoprofil sinnvoll sind. Übrigens kann jede augenärztliche Untersuchung, die nicht aufgrund von Beschwerden oder dem Vorliegen einer Erkrankung stattfindet, nicht zu Lasten der gesetzlichen Versicherung abgerechnet werden.


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